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Erdbeben in Sichuan
2008-5-14 20:43:00
In der südwestchinesischen Provinz Sichuan gab es am Montag um 14.28 Uhr ein Erdbeben mit der Stärke von 7,8 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum des Bebens lag im Kreis Wenchuan. Bis Dienstag Morgen kamen durch die Folgen des Erdbebens in den Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi sowie in der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing mindestens 9.219 Menschen ums Leben.
Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao forderte in einem Aufruf dazu auf, die Verletzten umgehend zu behandeln und die Versorgung der Bevölkerung in den geschädigten Regionen sicherzustellen. Ein spezielles Katastrophenteam mit Ministerpräsident Wen Jiabao an der Spitze ist ebenfalls errichtet worden. Wen Jiabao ist bereits in der Stadt Dujiangyan in der Provinz Sichuan eingetroffen, um die dortige Katastrophenbekämpfung zu koordinieren.
Gleich nach dem Erdbeben haben die zuständigen Behörden verschiedene Rettungsaktionen eingeleitet. So wurden beispielsweise Soldaten und Offiziere der Armee umgehend in das Katastrophengebiet entsandt. Das Chinesische Seismologische Amt setzte sofort einen Notfallplan in Gang und entsendete ein 33-köpfiges Arbeitsteam. Zudem wurde auch ein 183-köpfiges staatliches Rettungsteam in die Provinz Sichuan beordert. Beide Teams sind bereits in dem Katastrophengebiet eingetroffen. Das chinesische Gesundheitsministerium mobilisierte ebenfalls bereits über zehn medizinische Teams für Notfallbehandlung und Seuchenvorbeugung. Das chinesische Ministerium für Zivile Angelegenheiten stellte zudem 5.000 Zelte zur Verfügung. Gleichzeitig gab es zusammen mit dem Finanzministerium 200 Millionen Yuan RMB an Hilfsgelder frei.
Nach dem Erdbeben haben zahlreiche Politiker aus verschiedenen Ländern sowie mehrere internationale Organisationen der chinesischen Regierung ihre Anteilnahme übermittelt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte am Montag, er sei überzeugt, dass unter der Führung der chinesischen Regierung und der Spitzenpolitiker die chinesische Bevölkerung die Schwierigkeiten bewältigen und ihre Heimat wieder aufbauen könne. Der japanische Ministerpräsident Yasuo Fukuda brachte ebenfalls seine tiefempfundene Anteilnahme zum Ausdruck. US-Präsident George W. Bush erklärte, sein Land könne China jederzeit Hilfe liefern. Weitere Hilfsangebote gab es von Vertretern der EU sowie von Deutschland, Frankreich, Slowenien und Russland
 
 
 
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